Cobold vom Dobiner Land


Prüfung

22. Oktober 2011. Wird ja Zeit, dass ich mich wieder mal melde. Bin nämlich jetzt  „tauglich“, „zur Zucht“ (???). Hört sich nach erziehen an oder so ähnlich, das find’ ich gar nicht so toll. Meine Rudelchefs haben sich gefreut.

Aber von vorne. Hab’ ja gleich gemerkt, dass was „im Busche“ ist, aufgeregte Luft sozusagen. Das ging schon beim Autopacken los, dann gut 2 Stunden Fahrt nach Norden. Mein Alter stumm und blass, Adrenalingeruch. Tut aber so, als müsste er mich beruhigen !

Dabei hab’ ich den Hundeplatz gleich wiedererkannt. Die Leute rannten rum wie bei der Jugendbeurteilung. Eine Menge Hunde in den Autos, neben den Autos oder vor dem Vereinsheim. Da wurde geredet, gestikuliert, diskutiert. Auch Kaffeeduft war in der Luft, überall gespannte Gesichter. Nach elend langer Wartezeit ging’s dann endlich los, wie beim ersten Mal. Wo war das Problem ?

Nachdem ich ganz vorsichtig die Quietschente vom Richtertisch gemopst hatte (die war sooo niedlich) roch mein Alter plötzlich wieder normal. Auch sein Gesicht hatte wieder die üblichen Falten und auch etwas Farbe.

Also auf zum Parcours. Bei der Lappenprobe habe ich mich allerdings mehr für die Schafe interessiert, die gerade angetrappelt kamen und am Koppelzaun blökten. Rennen konnten die auch, bin ja schließlich kein Schaf.

Dann ging alles locker vom Hocker. Zum Schluß kam da noch so ein Typ in Lederklamotten und mit Stock auf mich zu – beeindruckend, das war neu!
Ehrlich gesagt wurden mir da kurzzeitig die Knie etwas weich, also was tun ?
Da schrie mein Alter plötzlich, ich solle den Mann „nackig machen“ (angeblich wollte er mir dabei helfen). Aber gelassen hat er mich doch nicht. Fünf Meter vor mir blieb der Typ stehen, hat sich’s wohl überlegt…
Zuletzt waren wir wieder Freunde, beim Spiel mit der Lunte hab ich ihm allerdings ein bisschen die Schulter verrenkt. Warum lässt er das Ding auch so spät los, wenn 42 kg angeflogen kommen.

Na ja, Ende gut, alles gut !

Euer Cobold
(bei guter Stimmung im Rudel genannt Cobi)
 

Herbst 2009

Cobold vom Dobiner LandIch bin der Cobold – einer von den 8 Ganovies, die im Frühjahr 2009 im Dobiner Land geboren wurden.

Mama ist die Bruni vom Dobiner Land, der Papa soll Helios vom Büssemfeld sein. (Der hat sich aber noch nicht sehen lassen.)

Warum nennen mich meine Oberchefs auch so? Nun haben sie, was sie wollten!

Manchmal kommen mir ihre Mienen allerdings etwas zerknirscht vor …

Dabei kann ich schon eine ganze Menge:

  • Schuhe anknabbern, Telefonkabel kappen, die Blumenrabatte am Haus neu gestalten, Papierkörbe entern, Blumentöpfe stibitzen, den Zierfischteich von Bruder Calle „verschönern“

So gibt es jeden Tag was Neues.

Zwei HovawarteMit meinem Hoviclan versteh ich mich gut. Natürlich bin ich für die der Krümel, der bestimmte Regeln einzuhalten hat. Dafür spielt Mama Bruni mit mir prima, die Oma Caline gibt gelegentlich ihren Erziehungssenf dazu und mit Old - Caesar pflege ich ein freundschaftliches Verhältnis – hat er mir doch neulich gezeigt, wie man Mauselöcher erkundet.

Herrchen geht mit mir jeden Sonnabend auf den Hundeplatz in Wismar zur Welpenschule und glaubt, er könnte mit da noch was beibringen …

Zwei Hovawart - WelpenDas Schönste dabei ist, dass da auch noch andere Welpen sind (auch Clara, meine Schwester), mit denen man toben kann. Danach wedeln da Lederhosenmänner mit Lappen herum, die ich denen natürlich klaue und zum Auto schaffe.

Frauchen erzählt mir immer irgendwas außerhalb der offiziellen Hundeplatzsprache, aber ich verstehe sie trotzdem (wenn ich will, bei Leckerlibestechung sowieso). Ansonsten hängt sie immerzu am Telefon oder am PC und lässt sich von meinen Geschwistern erzählen, wie es denen geht und was sie so alles drauf haben – alle sind ein bisschen Cobold !

Am 10.10.09 treffen wir uns alle mit Papa in Liessow. Das kann ja heiter werden.

In der Woche darf ich immer mit zur Arbeit. Herrchen hat da ein Zimmer mit eingezäuntem Garten. Da bin ich mit der Umgestaltung noch nicht ganz durch, weil ich regelmäßig die Ärztezeitung lese und viel Zeit verschlafe. Nach der Arbeit gehen wir oft in die Stadt, Fußgänger angucken (jetzt ist in Schwerin die BUGA und da sind richtig viele Touris hier), Boot fahren mit dem Pfaffenteichdampfer, Einkaufcenter abschnüffeln, Gittertreppen steigen, Straßenbahn fahren und was es da sonst noch so alles gibt.

Alles in allem – ich habe tolle Oberchefs (die auch mal ein Auge zudrücken) und ich hab’ ein tolles Hovirudel, mit dem ich sehr zufrieden bin. Wie es dann wird, wenn die Damen verlockend riechen und ich ein Halbstarker bin ??

Kommt Zeit, kommt Cobold!

Fotos

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